Entdecken Sie unsere werkseigenen Systemlösungen für anspruchsvolle Hallengeometrien, Schwerlastanwendungen und teilautomatisierte Hochregallager. Sämtliche Baugruppen erfüllen strengste europäische Prüfkriterien der DGUV Regel 108-007 sowie FEM 10.2.02.
Als führender OEM/ODM-Hersteller von Palettenregalen bündeln wir über zwei Jahrzehnte metallurgische Erfahrung, modernste Walzwerkstraßen und zertifizierte Statikplanungen für internationale Beschaffer, Generalunternehmer und Systemintegratoren.
Vollständige Konformität nach ISO 9001:2015 (Reg.-Nr. 18624Q00169R0M) und werkseigene Produktionskontrolle gemäß CE 2435-CPR-8605159. RoHS- und REACH-konforme Beschichtungsmaterialien.
Unsere internen Bauingenieure generieren innerhalb von 24–48 Stunden detailgetreue AutoCAD- und 3D-BIM-Lagerlayouts inklusive statischer Vorbemessung und Hallenpfeilerintegration.
Verkauf ohne Zwischenhändler. Einkäufer profitieren von bis zu 28% reduzierten CAPEX-Kosten, lückenloser Chargenrückverfolgbarkeit und maßgeschneiderten OEM-Sonderprofilen nach Lastenheft.
Weltweite Verschiffung in seefesten Stahlbandbündeln mit klaren Farbcodierungen. Bereitstellung zertifizierter Supervisoren vor Ort oder digitale Remote-Montageleitung für Ihre Teams.
Die Auslegung industrieller Palettenregalanlagen verlangt ein akkurates Zusammenspiel von statischer Nutzlast, Knicklängenberechnung und dynamischen Flurförderzeugkräften. Die folgende Analyse schlüsselt die fünf gebräuchlichsten Regaltypen im professionellen Lagerbau auf.
Im europäischen Raum müssen Palettenregale gemäß der Bemessungsnorm DIN EN 15512 konstruiert werden. Dabei wird nicht bloß die nominelle Fachlast (z.B. 3.000 kg für 3 Europaletten à 1.000 kg) angesetzt, sondern ein ganzes Spektrum zusätzlicher Lastfälle: Horizontale Stoßlasten an den Stützenfüßen, Imperfektionen aus Schiefstellungen (Montagetoleranzen), Erdbebenkräfte (seismische Lasten nach DIN EN 16681) sowie dynamische Brems- und Beschleunigungskräfte automatisierter Shuttles oder Regalbediengeräte (RBG).
Ein kritischer Parameter bei der Profilauswahl ist die Knicklänge des Ständerprofils. Befindet sich die erste Traversenebene beispielsweise in 2.200 mm Höhe, erhöht sich das Risiko von Biegedrillknicken gegenüber einer Einbauhöhe von 1.400 mm signifikant. Unsere Ingenieure berechnen daher mittels Finite-Elemente-Analyse (FEA) die erforderlichen Materialstärken der Ständerprofile (von 1,8 mm bis 3,0 mm Dicke) aus hochfestem Q355B-Stahl, um maximale Standfestigkeit bei minimalem Materialeinsatz zu garantieren.
Gemäß FEM 10.2.02 und DIN EN 15620 darf die vertikale Durchbiegung einer tragenden Traverse unter Volllast den Wert von 1/200 der Stützweite (L/200) keinesfalls überschreiten. Bei einer Standardtraversenlänge von 2.700 mm entspricht dies einer maximal zulässigen elastischen Absenkung von 13,5 mm. Hochmoderne Kastenprofile mit verpressten 5-Haken-Einhängelaschen verhindern ein übermäßiges Verdrehen (Torsion) und stellen sicher, dass keine plastische Verformung nach der Entlastung zurückbleibt.
Im automatisierten Shuttle- und Schmalgangbetrieb (VNA) fordern Systemintegratoren häufig noch engere Toleranzen von bis zu L/300 oder L/400, da Sensoriken autonomer Fahrzeuge bei übermäßiger Neigung der Paletten Fehlmessungen registrieren können. Unsere Kaltwalzprofile garantieren exakt diese Steifigkeitsklassen durch gezielt eingebrachte Längssicken und optimierte Biegeradien.
| Regalsystem | Zugriffsmethode | Volumennutzung | Gangbreite (AST) | Traglast pro Fach | Normenbasis |
|---|---|---|---|---|---|
| Selektives Palettenregal | 100% Direktzugriff (FIFO) | ca. 40% – 50% | 3.000 – 3.500 mm | Bis 4.500 kg | DIN EN 15512 |
| Schmalgangregal (VNA) | 100% Direktzugriff (FIFO) | ca. 60% – 70% | 1.500 – 1.800 mm | Bis 4.000 kg | DIN EN 15620 |
| Einfahrregal (Drive-In) | Kompaktlager (LIFO) | ca. 70% – 80% | Staplereinfahrt | Bis 1.500 kg/Pal. | FEM 10.2.07 |
| Durchlaufregal (FIFO Gravity) | Strikte Chargenrotation | ca. 75% – 85% | 1x Beschickung / 1x Entnahme | Bis 1.200 kg/Pal. | DIN EN 15512 |
| Radio Shuttle System | Halb-/Vollautomatisch (FIFO/LIFO) | ca. 85% – 92% | 1 Gang je Blockebene | Bis 1.500 kg/Shuttle | CE / EN 60204-1 |
Globale Supply-Chain-Transformationen, steigende Grundstückspreise und strengere Nachhaltigkeitsvorgaben verändern die Einkaufskriterien für Lagerinfrastruktur nachhaltig. Vier strategische Trends dominieren die B2B-Beschaffung bis 2030.
Konventionelle Weitgang-Palettenregale binden bis zu 60% der Hallengrundfläche als reine Fahrwege für Flurförderzeuge. Angesichts explodierender Gewerbeflächenmieten setzen Einkäufer zunehmend auf dichte Kanallagersysteme mit batteriebetriebenen 2-Wege- und 4-Wege-Shuttles. Diese Systeme reduzieren den energetischen Hallenaufwand, besonders im Tiefkühllager (-28 °C), und verdichten die Stellplatzkapazität auf identischer Grundfläche um bis zu 85%.
Nachhaltigkeitsaudits (ESG) und Corporate Sustainability Due Diligence Directives (CSDDD) in Europa zwingen Beschaffer dazu, den CO₂-Fußabdruck verbauter Rohstoffe transparent offenzulegen. Zukunftsfähige Regalexporteure verwenden emissionsreduzierten Bandstahl aus Lichtbogenöfen (EAF) mit EPD-Umweltproduktdeklarationen sowie lösungsmittelfreie Epoxid-Polyester-Pulverbeschichtungen, die im geschlossenen Kreislauf rückgewonnen werden.
Die Abhängigkeit von lokalen Händlerstrukturen mit hohen Preisaufschlägen weicht zunehmend direkten Herstellerpartnerschaften. Internationale Großkonzerne beschaffen Träger- und Stützensysteme direkt beim auditierten Werk in Übersee und vergeben lediglich die Endmontage und jährliche Regalprüfung nach DIN EN 15635 an regionale Dienstleister. Dies sichert planbare Projekt-Lead-Times und signifikante Mengenvorteile.
Auch manuell betriebene Palettenregale werden heute vermehrt „Automation-Ready“ beschafft. Das bedeutet: Bohrungen, Stützenkopfausbildungen und Bodendübelkonzepte sind von vornherein so berechnet, dass zu einem späteren Zeitpunkt Sprinklerrohre, Fahrerlose Transportsysteme (FTS/AGV) oder Durchlaufelemente nachgerüstet werden können, ohne die Primärstatik des Regalsystems zu invalidieren.
BIM-fähige Datenmodelle (Revit/IFC) gehören heute zum Standard moderner Industrieausschreibungen. Kunden verlangen nicht mehr nur gedruckte Datenblätter, sondern exakt parametrisierte 3D-Volumenmodelle ihrer Regalanlage, um Gebäudetechnik (Kollisionsprüfung von HVAC, Lichtbändern und Brandschutzleitungen) bereits vor dem ersten Spatenstich abzusichern.
Stahlbau ist im 21. Jahrhundert eine Hochpräzisionsdisziplin. Von mikrolegierten Stahlgüten bis zu selbstreparierenden Korrosionsschutzschichten vollzieht sich in der Regalfertigung ein grundlegender Technologiesprung.
Klassische C-Profile und einfach gekantete Winkel genügen modernen Hallenhöhen von über 12 Metern oft nicht mehr wirtschaftlich. Durch automatisierte Vielwalzen-Kaltprofilieranlagen werden heute komplexe Omega- (Ω) und Mehrfachkant-Ständerprofile gefertigt. Bis zu 12 Biegekanten pro Stützenflansch erhöhen das Flächenträgheitsmoment signifikant, ohne das Metergewicht unnötig zu steigern. Dies bedeutet: Höhere Knicksteifigkeit bei reduziertem Materialeinsatz, was den Transportaufwand pro Überseecontainer direkt minimiert.
Präzise gestanzte Tropfen- (Teardrop) oder Schmetterlingslochungsmuster im 50-mm- bzw. 75-mm-Vertikalraster gestatten werkzeuglose Einhängebewegungen mit kraftschlüssiger Verkeilung. Die Verbindungslaschen der Traversen weisen bis zu 5 geschweißte Einhängekrallen auf, die ein Aushebeln bei Erschütterungen im Zusammenspiel mit federgesicherten Arretierungsstiften unmöglich machen.
Im industriellen Palettenregalbau konkurrieren primär zwei Oberflächenverfahren: Die elektrostatische Pulverbeschichtung (Polyester/Epoxid) und die Band- bzw. Stückverzinkung. Für Innenlager in temperierten Distributionszentren bietet die Pulverbeschichtung mit Schichtstärken von 60 bis 90 µm herausragenden Abriebschutz gegen die Scheuerwirkung hölzerner Europaletten und ermöglicht funktionale Farbzonen (z.B. blaue Ständer RAL 5015, orange Traversen RAL 2004 für optimale Staplerfahrersicht).
Für korrosive Atmosphären (chemische Düngemittellager, Außenüberdachungen, Salzlager oder hohe Luftfeuchtigkeit) setzen wir auf kontinuierlich feuerverzinkten Bandstahl mit innovativen Zink-Aluminium-Magnesium-Legierungen (ZM-Beschichtung). Diese Legierungen bieten einen kathodischen Kantenschutz: Bei mechanischen Beschädigungen der Oberfläche schützt der Selbstheilungseffekt durch kriechende Korrosionsprodukte den blanken Stahlkern dauerhaft vor Rotrost.
Einkaufsleiter, Sicherheitsingenieure und Logistikberater stellen im Zuge der Regalausschreibung komplexe Fragen. Hier finden Sie fundierte Antworten nach geltendem Industrierecht.